Basiskurs | Vertiefungskurse | Supervision und Selbsterfahrung | Zertifizierung
Curriculum 2025 / 2026
Vertiefungskurse
Wenn Sie den "Basiskurs Psychotherapeutische Arbeit mit dem Inneren Team" bei uns absolviert haben, sind Sie in unseren Vertiefungsseminaren willkommen. An einzelnen Seminaren können Sie auch ohne Basiskurs teilnehmen - Sie erkennen diese am Stern hinter dem Titel.
Praxiskurs Äußere Bühne: Arbeit mit psychodramatischen Techniken
Bei der Arbeit auf der äußeren Bühne inszenieren wir die innere Dynamik im Raum. Wir weisen Anteilen auf Stühlen oder im Raum einen Platz zu, bitten die KlientIn, ein Symbol, ein Tier oder eine Figur für einen Anteil auszusuchen, stellen durch Kissen, Seile oder was immer wir im Therapieraum verfügbar haben, Szenen nach.
Durch diese Externalisierung der inneren Dynamik eröffnen wir einen Spielraum. Wir können die innere Dynamik nun gemeinsam erkunden, unsere KlientInnen anregen, Neues auszuprobieren und erleben, wohin das führt und wie sich das anfühlt. Die Arbeit auf der äußeren Bühne lebt vom Spieltrieb – von unserem und dem unserer KlientInnen. Sie macht Spaß, kann auch schweren Themen eine Leichtigkeit geben und unseren KlientInnen dabei helfen, diese wichtige und lustvolle innere Ressource wieder zu entdecken.
Wir vertiefen in diesem Kurs die Basistechniken der äußeren Bühne, vor allem das Doppeln und den Rollentausch, und sprechen über Indikationen: wann und wofür eignet sich die äußere Bühne besonders gut? Vor allem jedoch werden wir ausprobieren, experimentieren und improvisieren.
Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt in der Praxis, also bei Demonstrationen und Übungseinheiten unter Life-Supervision. Daneben wird es kurze, prägnante Inputs geben.
Die Fortbildung wendet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Basiskurs Psychotherapie oder Basis- und Aufbaukurs Beratung besucht haben. Wie immer arbeiten wir mit eigenen Beispielen der TeilnehmerInnen.
Die Fortbildung ist bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (20 FP).
Das Innere Team in der Arbeit mit Glaubenssätzen
Wenn unsere Klientinnen und Klienten trotz gründlicher Bearbeitung in leidvollen Verhaltensmustern stecken bleiben, spielen oft unbewusste Überzeugungen eine Rolle. Gleich einem seelischen Gesetz beeinflussen Glaubenssätze das Verhalten („Wenn ich nur freundlich genug bin und mich anpasse, dann wirst Du Dich nicht abwenden“) und führen in die Wiederholung eines früher erlernten Kontaktmusters. Wir begreifen Glaubenssätze in unserer Arbeit als sinnvolle Anpassungsleistung, die in der Kindheit entstanden ist und bis in das Erwachsenenalter hinein wirksam bleibt.
Das Innere Team eröffnet uns eine psychodynamische Perspektive auf den Glaubenssatz, aus der heraus ein in-Beziehung-treten mit den inneren Anteilen möglich wird, die den Glaubenssatz verkörpern. So können wir als Coaches und PsychotherapeutInnen die Disidentifikation fördern (ein Anteil trägt den Glaubenssatz) und durch einen selbstfürsorglicheren Umgang mit alten Verletzungen die seelische Integration unterstützen.
In diesem Vertiefungskurs lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Leitfaden zur strukturierten Arbeit mit Glaubenssätzen kennen. Es wird mit Visualisierungstechniken, imaginativen Verfahren sowie erlebnisaktivierenden Methoden gearbeitet. Der Kurs richtet sich damit an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Basis- und Aufbaukurs Beratung und Coaching oder den Basiskurs Psychotherapeutische Arbeit besucht und Erfahrungen mit dem Inneren Team gesammelt haben. Wir arbeiten mit Beispielen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Fortbildung enthält Selbsterfahrungselemente.
Die Fortbildungen sind bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (21 FP).
Selbst-geleitet als TherapeutIn: Wie psychotherapeutische Arbeit leicht wird
2027 wieder im Programm
Als TherapeutInnen bringen wir selbstverständlich eigene Teile mit in unsere Arbeit. Wenn wir diesen neugierig begegnen, können wir uns mit ihnen anfreunden und auf ihre Ressourcen und Weisheiten zurückgreifen. Dies ermöglicht Zugang zu ausreichend Selbstenergie für den therapeutischen Prozess. In Folge entspannen sich unsere Teile und die der KlientInnen. Die Arbeit ist dann geprägt von Klarheit und Gelassenheit statt von Leistungsdruck und Anspannung. Statt Erschöpfung erleben wir Leichtigkeit und Freude in der Arbeit.
Oft haben uns scheinerwachsene Anteile zu unserem Beruf motiviert. Im Seminar werden wir typische TherapeutInnenteile (z.B. Retter und Perfektionisten) und ihre beschützenden Aufgaben, möglichen Bürden und Erblasten kennen lernen. Wir werden lernen Selbstenergie von Selbst-ähnlichen Teilen zu unterscheiden und erste Schritte unternehmen, uns mit ihnen anzufreunden.
Welche inneren Teile blockieren meine Selbst-Energie im therapeutischen Prozess und wie kann ich ihr Vertrauen gewinnen? Wie kann ich mich meinen eigenen Teilen in den Therapien zuwenden und mich zugleich so lösen, dass sie nicht die Führung übernehmen? Wie gehe ich mit inneren KritikerInnen und ZweiflerInnen um? Kann ich mich Teilen, die bisweilen an meiner Berufswahl zweifeln, angstfrei und liebevoll zuwenden?
Anhand eigener Beispiele lernen wir, Gegenübertragungsreaktionen innerer Anteile für den therapeutischen Prozess zu nutzen und zugleich Zugang zu Selbstenergie zu stärken.
Die Fortbildung richtet sich an Teilnehmende, die den Basiskurs Psychotherapeutische Arbeit besucht und Erfahrungen mit dem Inneren Team gesammelt haben. Wir arbeiten an eigenen Beispielen aus der Praxis der TeilnehmerInnen.
Die Fortbildungen sind bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (20 FP).
Gut aufgestellt: Teambildung und Teamentwicklung im Inneren Team
Sich für eine schwierige Begegnung wappnen, sich auf eine neue Rolle innerlich einstellen, in einer verfahrenen Situation klar Stellung beziehen - hier ist jeweils eine gute Aufstellung des Inneren Teams entscheidend. Nur wer innerlich gut aufgestellt ist, kann sicher und souverän agieren, die Situation konstruktiv bewältigen und zu seinem Handeln nachhaltig stehen.
Das Anliegen des Klienten und die dazu gehörige Dynamik seines Inneren Teams (den „Ist-Zustand“) zu verstehen, ist nicht nur die Voraussetzung für die weitere Arbeit, sondern bringt oft bereits einiges in Bewegung. Die vorhandene Aufstellung ist allerdings häufig nicht dazu geeignet, die herausfordernde Situation gut zu bewältigen. Mit der Frage nach der passenden Aufstellung und den richtigen Teammitgliedern bewegen wir uns in der Zukunftsperspektive: Wie kommen wir mit unseren Klienten zu einer „guten Aufstellung“? Wie können wir sie dabei unterstützen, ihre innere Mannschaft neu aufzustellen, innere Konflikte zu klären oder fehlende innere Anteile aufzubauen und zu entwickeln? Das Innere Team bietet hierfür vielfältige, kreative und ressourcenorientierte Möglichkeiten.
In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmer verschiedene Ansätze zur zukunfts- und lösungsorientierten Arbeit mit dem Inneren Team kennen. Sie richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Basis- und Aufbaukurs Beratung & Coaching oder den Basiskurs Psychotherapeutische Arbeit besucht und Erfahrungen mit dem Inneren Team gesammelt haben.
Wir arbeiten mit Beispielen der Teilnehmer, die Fortbildung enthält Selbsterfahrungselemente.
Die Fortbildungen sind bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (21 FP).
Traumatherapie mit dem Inneren Team II: Vertiefende Arbeit mit Wächtern und traumatisierten Anteilen
Die im Kurs „Traumatherapie mit dem Inneren Team I“ erlernten stabilisierenden Methoden zur Arbeit mit Wächtern und Verletzten sind wichtige und wirkungsvolle therapeutische Interventionen, die unsere KlientInnen oftmals sehr erleichtern. Sie ermöglichen eine neue Qualität der Beziehung zwischen den KlientInnen und ihren Teilen und schaffen Vertrauen. Nicht selten stellt dies einen großen Teil der therapeutischen Arbeit dar.
Zugleich wird dadurch die Voraussetzung für eine tiefere Heilung von traumatisierten, in der Vergangenheit festgefrorenen, Teile geschaffen. Für diese Teile ist das Trauma ewige Gegenwart. Sie wissen nicht, dass die Situation lange vergangen ist, der Mensch womöglich erwachsen geworden ist. In diesem Kurs befassen wir uns damit, wie diese Teile aus der verstörenden oder traumatisierenden Situation herausgelöst werden und von ihren Lasten befreit werden können. Diese Lasten können persönlicher, aber auch transgenerationaler oder kultureller Art sein (z.B. Gefühlszustände, Erinnerungen, Glaubensätze, oder Aufträge der Eltern, kulturelle Gebote).
Diese Arbeit auf der Inneren Bühne hat eine enorme Kraft. Indem wir der Bewegung und der Bilderwelt der KlientInnen folgen, ermöglichen wir ihnen, sich von quälenden Gefühlen (Ängsten, Scham- und Schuldgefühlen) oder hartnäckigen Überzeugungen (z.B. nichts wert zu sein) nachhaltig zu befreien. KlientInnen berichten nach Entlastungen häufig von spürbarer Erleichterung und einer deutlich verbesserten Lebensqualität.
Die Fortbildungen sind ist bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (22 FP).
Oberhaupt und Selbst – die Konzepte innerer Führung im Modell des Inneren Teams und im IFS Ansatz
Am ifit lehren und praktizieren wir einen integrativen Ansatz der Teilearbeit, der seine Wurzeln wesentlich im Modell des Inneren Teams nach Schulz von Thun und dem Internal Family Systems Ansatz nach Richard Schwartz hat. Beide Konzepte eint, dass sie von einer inneren Führungsinstanz ausgehen, die zu Selbstempathie und Selbstführung fähig ist und die eine heilende Kraft in sich trägt. Wie diese Instanzen jeweils beschrieben werden, wie sie erlebbar werden und was das für unsere beraterische und therapeutische Praxis bedeutet, beleuchten wir in diesem Vertiefungskurs. Wir gehen dabei auch der Frage nach, wie sich beide Ansätze innerer Führung in einem integrativen Konzept denken lassen.
Sie schulen in diesem Vertiefungskurs Ihre Wahrnehmung für Oberhaupt- und Selbst-Qualitäten und lernen so, wann Sie im Zustand des Oberhaupts / Selbst sind und wann innere Teile Ihr Verhalten beeinflussen. Dieser Zugang zu Selbst-Reflexion und Selbstführung ist von hohem Wert für die Qualität der Kontaktgestaltung im Beratungs-/Coachingprozess.
Neben Impulsvorträgen und Kurzdemonstrationen arbeiten wir mit Selbsterfahrungseinheiten sowie Übungen in Kleingruppen und Gruppengesprächen.
Der Kurs wendet sich als Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Basis- und Aufbaukurs Beratung oder den Basiskurs Psychotherapie absolviert haben. Der im Psychotherapeutencurriculum ebenfalls angebotene und thematisch verwandte Kurs „Selbst-geleitet als Therapeutin: Wie psychotherapeutische Arbeit leicht wird“ fokussiert auf die praktische Arbeit mit eigenen TherapeutInnenenteilen zur verbesserten Selbstführung als PsychotherapeutIn.
Ein Akkreditierungsantrag bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg wird gestellt.
Arbeit mit präverbalen und nichtverbalen inneren Anteilen
Frühe Erfahrungen sind anders abgespeichert werden als Erfahrungen, die wir später im Leben machen. Wir haben keine bewusste Erinnerung an sie - gleichwohl sind sie tief in uns eingeprägt und beeinflussen unser emotionales Erleben, unsere Überzeugungen und unser Verhalten grundlegend.
Wie können wir sehr junge innere Anteile in der Arbeit mit dem Inneren Team erreichen? Wie erkennen wir sie überhaupt – und was können wir Teilen anbieten, die der verbalen Sprache noch nicht mächtig sind?
Die innere Bühne der Imagination bietet uns viele Möglichkeiten dazu. Da präverbale Teile vor allem körperlich repräsentiert sind, sollten wir hier verstärkt Körpererfahrungen unserer KlientInnen einbeziehen – und auf die Resonanz unseres eigenen Körpers hören, mit dessen Hilfe wir frühe Erfahrungen unmittelbarer und besser ‚verstehen‘ können als durch bewusste Reflexion. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Bilder, die in unserer Gegenübertragung entstehen oder die uns KlientInnen explizit oder implizit anbieten. Denn auch sehr kleine Kinder, die mit der Sprache der Erwachsenen noch nichts anfangen können, verstehen Bilder und sind durch diese erreichbar.
Diese Arbeitsweise bewährt sich auch bei Anteilen, die aus anderen Gründen nicht mit uns sprechen und sich nicht verbal, sondern durch Körpersymptome ausdrücken.
Der Kurs führt in die Arbeit mit präverbalen und nonverbalen inneren Anteilen ein. Wir arbeiten wie immer mit Beispielen der TeilnehmerInnen, der Kurs wird daher selbsterfahrungsintensiv sein. Daneben sind auch Fallbeispiele willkommen.
Willkommen sind Teilnehmende, die mindestens den „Basiskurs Psychotherapie“ sowie „Trauma I und II“ gemacht bzw. Modul 1 und 2 der curricularen Ausbildung absolviert haben.
Ein Akkreditierungsantrag bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg wird gestellt.
Selbsterfahrung mit dem Inneren Team*
Das Innere Team bietet einen reichhaltigen Werkzeugkoffer. Wir haben die Erhebung am Blatt, die innere Bühne der Imagination, Stuhlarbeit und Aufstellungsarbeit im Repertoire. Wir können uns auf einen einzelnen Anteil konzentrieren, die Gesamtdynamik in den Blick nehmen oder einen Dialog zwischen verschiedenen inneren Anteilen anleiten. Wir haben Standardmethoden mit klaren Abläufen – und können zugleich variieren, improvisieren und Neues erfinden und uns so an die jeweils höchst individuelle Situation unserer KlientInnen anpassen.
In diesem Kurs lernen Sie diesen Werkzeugkoffer unter Praxisbedingungen kennen. Wir gehen von Themen der Teilnehmenden aus und suchen, finden und erfinden jeweils eine passende Vorgehensweise.
Dieser Kurs ist kein Ausbildungskurs, Sie lernen hier also nicht, die Methoden selber anzuwenden, sondern Sie erleben die Arbeit mit dem Inneren Team als FallspenderIn, StellvertreterIn und ZuschauerIn. Bei Bedarf sind theoretische oder methodische Reflexionen möglich. Vermutlich können 8 – 10 Teilnehmende einen eigenen Fall einbringen.
Der Kurs wendet sich einerseits an TeilnehmerInnen und AbsolventInnen unserer Weiterbildungsreihen, die Lust auf Austausch, Auffrischung und Anregungen zur Improvisation habe. Zugleich ist er offen für PsychotherapeutInnen, BeraterInnen und Coaches, die sich für Integrative Teilearbeit interessieren.
Ein Akkreditierungsantrag bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg wird gestellt.
Traumatherapie mit dem Inneren Team I: Kontaktaufnahme und Stabilisierung
Bei der traumatherapeutischen Arbeit mit dem Inneren Team nutzen wir die Bühne der Imagination, denn diese ermöglicht Klient und Therapeut eine behutsame und kontrollierte Annäherung an traumatisierte innere Anteile und deren Wächter. In dieser zweiteiligen Fortbildung werden Haltung und Techniken dieser Arbeitsweise erläutert, demonstriert und geübt.
Die Arbeit mit einem traumatisierten inneren System kann nur dann gelingen, wenn alle inneren Anteile dem Therapeuten vertrauen und mit ihm zusammenarbeiten. Es ist daher wichtig, dass der Therapeut skeptische, misstrauische und ängstliche Wächter findet, ihre Bedenken ernst nimmt und dem System hilft, eine neue Form von Stabilität zu entwickeln. Dies ist die Voraussetzung für vertiefende traumatherapeutische Arbeit und zugleich eine eigenständige und wichtige therapeutische Intervention.
An diesem Wochenende beschäftigen wir uns mit Kontaktaufnahme und Stabilisierung. Welche Art der Kontaktaufnahme mit Wächtern und traumatisierten inneren Anteilen ist angemessen, erfolgversprechend und sicher? Welche Haltung erfordert dies beim Therapeuten? Wie können Klienten stabilisiert werden? Und wie kann man verdeckt wirksame Anteile identifizieren und in die Arbeit einbeziehen?
Die Fortbildung richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Basiskurs besucht und Erfahrungen in der psychotherapeutischen Arbeit mit dem Inneren Team gesammelt haben.
Die Fortbildungen sind bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (17 FP).
Geplatzte Lebensträume
In Beratung, Coaching und Therapie bekommen wir es immer wieder mit Menschen zu tun, deren Lebensträume sich nicht wie gewünscht realisieren lassen. Trennungen, Todesfälle, schwere Erkrankungen, Umzüge, Verantwortung für hilfsbedürftige Angehörige, ungewollte Kinderlosigkeit, Arbeitslosigkeit, nicht bestandene Prüfungen oder zwischenmenschliche Verletzungen können dazu führen, dass Menschen berufliche oder private Pläne nicht verwirklichen können. Geplatzte Lebensträume rufen schwierige Gefühle hervor und haben das Potential, in Verbitterung zu münden.
Wie kann das innere Team hier zur Unterstützung und Stärkung eingesetzt werden?
Bei diesem Thema melden sich häufig ähnliche Teammitglieder, die im Seminar anhand konkreter Fallbeispiele vorgestellt werden. Methodisch haben wir in der integrativen Teilearbeit verschiedene Interventionsmöglichkeiten: Mit Hilfe der Erhebung am Blatt können wir ein Bild der aktuellen Lebenssituation entwickeln und innere Anteile finden, die bisher noch nicht bemerkt wurden. Durch die Stärkung des Oberhaupts können wir unsere KlientInnen dabei unterstützen, enttäuschte und (vor-) verletzte Anteile zu versorgen und mit einzelnen Teammitgliedern in den Dialog zu gehen. Eine Aktivierung oder Neueinstellung von Ressourcenteilen kann dabei helfen, ein konstruktiveres Verhältnis zu einer ungewollten Lebenssituation zu entwickeln.
Wir arbeiten wie immer mit Beispielen der TeilnehmerInnen, auch Fallbeispiele sind willkommen.
Die Fortbildung richtet sich an Teilnehmende, die den Basis- und Aufbaukurs bzw. den Basiskurs Psychotherapie oder Modul 1 der curricularen Ausbildung absolviert haben.
Ein Akkreditierungsantrag bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg wird gestellt.
Belastende Erfahrungen als TherapeutIn
Wir PsychotherapeutInnen haben einen wunderbaren Beruf! Er ist gleichermaßen sinnerfüllt wie intellektuell herausfordernd, wir lernen unterschiedlichste Menschen intensiv kennen und helfen ihnen, sich weiterzuentwickeln, wir werden immer wieder in unserer eigenen Entwicklung herausgefordert und bereichert.
Zugleich kann die Kontaktintensität unserer Arbeit und die Tatsache, dass wir für unsere KlientInnen oft sehr wichtig sind, auch belastend sein. Zum Beispiel, wenn KlientInnen uns massiv angreifen und entwerten, wenn wir herausfinden, dass KlientInnen uns belogen und hintergangen haben, wenn wir (wirklich oder vermeintlich) gravierende Fehler machen, wenn KlientInnen die Therapie ohne Erklärung abbrechen oder sich suizidieren. Gerade weil unsere Arbeit für die meisten von uns kein reiner Brotjob ist, sondern auch Quelle von Sinn und Identität, können solche Erfahrungen uns lange beschäftigen, Scham- und Schuldgefühle, Selbstzweifel oder gar eine berufliche Identitätskrise auslösen.
Der Kurs bietet einen Rahmen dafür, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen. Was ist da passiert und wie können wir die Dynamik verstehen? Oder auch: was vermeiden wir aus Angst vor solchen Erfahrungen? Welche eigenen inneren Anteile tragen zu schwierigen Entwicklungen bei oder reagieren darauf? Was was brauchen diese Teile? Wie können wir damit klarkommen, fehlbar und begrenzt zu sein und uns dennoch als wirksam und „gut genug“ fühlen?
Willkommen sind Teilnehmende, die mindestens den „Basiskurs Psychotherapie“ bzw. Modul 1 der curricularen Ausbildung absolviert haben.
Ein Akkreditierungsantrag bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg wird gestellt.